„Forschertage“ waren angesagt in der Schillerschule in Oggersheim. Die Schüler konnten sich klassenübergreifend mit verschiedenen Erscheinungen biologischer und physikalischer Art beschäftigen. 
Die Schulleiterin Frau Roos ordnete dieses Experimentieren um den Grundschulalltag folgendermaßen ein:
„Die Neugier der Kinder wird geweckt, die Schüler begeistern sich für die Versuche und beschäftigen sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen im Rahmen der SINUS-Schule. Gleichzeitig wird der Wortschatz des Einzelnen erweitert durch eigene Erklärungsversuche und durch die Einführung fachsprachlicher Begriffe.“

Schon die Kinder der vier ersten Klassen brachten sich mit dem Thema „Luft“ ein. Die Ergebnisse dieser Experimente lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Luft trägt – Luft kann sichtbar gemacht werden – Luft hat Kraft – Luft braucht Platz. Hierbei fiel das große Interesse und die Spannung, mit der die Kleinsten der Schule die Ergebnisse der „Forschungen“ durchführten, an allen vier Tagen auf.
Die zweite Klassenstufe hatte sich Experimente mit Wasser ausgesucht. Gerade hier gibt es wundersame Erscheinungen: Wasser verschwinden lassen - Münzen im Wasserberg - schwimmende Büroklammern oder Reißzwecken – alle diese Versuche sind mehr als lustige Spielereien, oft sind die Ergebnisse auch für Erwachsene verblüffend, weil man sie so nicht für möglich gehalten hätte.
Mit dem Brückenbau beschäftigen sich die dritten Klassen. Drei Typen standen hier zur Wahl, die im Modell nachgestaltet wurden: die Fachwerkbrücke, beruhend auf dem sogenannten stabilen Dreieck; die Leonardobrücke, benannt nach ihrem „Erfinder“ Leonardo da Vinci, der sich genial mit vielen Wissensgebieten beschäftigte, sowie als Drittes die Hängebrücke, wegen ihrer in natura meist monumentalen Größe „Königin der Brücke“ genannt. Interessant, welche Gewichte selbst die kleinen 
Modellbrücken tragen konnten.
In der vierten Klasse ging es um die Technik. So wurden Zahnräder und einfache Getriebe hergestellt und herausgearbeitet, wie viele Alltagsgeräte ohne Zahnräder nicht möglich wären. „Mit einem Hebel die Welt bewegen“ wollte die andere Gruppe, die die kräftesparende Wirkung eines Hebels erarbeitete. Die Kinder erkannten, dass die Kraft, die man zum Heben einer Last aufwenden muss, von der Länge des Hebels 
abhängt. „Was ist eine schiefe Ebene und wo nutzt sie der Mensch?“ Dieser Frage ging die dritte Gruppe auf den Grund.

Insgesamt wurden die Forschertage von den Schülern gut angenommen und auch die Lehrer zogen ein positives Fazit, so dass einer Wiederholung solch einer Aktion nichts im Wege steht.


Wolfgang Becker